Ein Buch schreiben - Der ultimative Leitfaden für Anfänger

 
 

Ein Buch schreiben – Was steckt dahinter?

Viele Menschen hegen den Traum vom eigenen Buch. Besonders für Selbstständige, Unternehmer und Coaches ist ein Buch ein tolles Mittel, um auf das eigene Fachwissen aufmerksam zu machen und mehr Kunden zu erreichen.

Aber Achtung: Hinter einem Buch steckt viel mehr Arbeit als es auf den ersten Blick scheint! In diesem Artikel beschreibe ich, wie du dein Buch planst, schreibst, veröffentlichst und vermarktest und es zu einem Erfolg machst. Garantiert ohne Bullshit. ;)

Halte dir vor Augen, dass ein Buch immer work in progress ist.

Ist die eigentliche Schreibarbeit erledigt, geht es erst richtig los! Denn nach der Veröffentlichung musst du aktiv etwas tun, damit du für Gesprächsstoff sorgst und potenzielle Leser das Buch finden. Nach dem Erscheinen kümmerst du dich um regelmäßige Marketing-Maßnahmen, um mit deinem Buch im Gespräch zu bleiben.

Du arbeitest mit dem Feedback deiner Leser und nimmst einmal pro Jahr eine Überarbeitung und einen Preisangleich vor. Bei manchen Themen oder in bestimmten Branchen machst du das mehrmals pro Jahr (Technik, Internet,…).

Die Arbeit am Buch hört eigentlich nie auf. - Das kann für den richtigen Autor motivierend und spannend sein.

Hier eine kurze Übersicht der einzelnen Phasen, die sich hinter einem Buch verbergen:

ein buch schreiben die verschiedenen phasen

“Wow, das hat es ganz schön in sich!”

Ja, das hat es. ;)

Wenn du ein Buch schreiben willst, solltest du dich gut organisieren und Biss für dein Thema haben.

Und die Sache mit den Bestsellern - lassen sich Bestseller überhaupt schreiben?

Ja, Bestseller lassen sich machen. Es gibt jedoch selten Überraschungserfolge. Hinter den meisten Bestsellern steckt harte Arbeit; vor allem Marketing-Arbeit. Aus einem Buch wird nur dann ein Verkaufshit, wenn du ihm zeitliche und persönliche Aufmerksamkeit widmest und dich regelmäßig und langfristig hinter den Erfolg deines Buchs klemmst.

Möchtest du dein Buch bei Amazon veröffentlichen? - Lies in diesem BEITRAG mehr zu den Faktoren für einen Amazon-Bestseller.

Wie schaffst du es als Autor?

Es gibt viele Menschen wie dich, die ein Buch zu einem spannenden Thema veröffentlichen wollen. Oft tragen sie die Idee zu einem eigenen Buch schon lange Zeit mit sich herum. Doch erstaunlicherweise schaffen es die wenigsten Buchprojekte, sich zu verwirklichen und an die Öffentlichkeit zu gelangen.

Warum ist das so?

Manchmal passiert es, dass sich Menschen ihre Ideen von anderen ausreden lassen. Oder sie setzen sich halbherzig hin und schreiben drauf los. Irgendwann kommen die kleinen kritischen Stimmen und der Alltag dazwischen und aus dem Projekt wird nichts.

“Wie soll man es dann machen?”

Durchdachte und strukturierte Herangehensweise

Betrachten wir die Sache aus einem anderen Blickwinkel: Ein Buch ist wie eine Bewerbung oder eine Power-Point-Präsentation, die du für ein bestimmtes Publikum erstellen willst. Du kannst sie ohne Plan in Angriff nehmen und dich verlaufen, ärgern und noch einmal von vorne beginnen oder dich mit Plan und Struktur an die Sache machen und deine Zuhörer inhaltlich mitreißen und überzeugen.

Daumen mal Pi lässt sich sagen: Wenn du dein Buch genügend planst, gehst du strukturiert vor und schreibst spannende Inhalte. Du erkennst die besten Marketing-Maßnahmen und verkaufst das Buch gut an deine Wunschleser.

Eigentliches Schreiben ist die kürzeste Arbeit

Hast du den großen Plan einmal im Kopf, schreibt sich das Buch beinahe von alleine.

Nimm dir deshalb genügend Zeit für die Planungsphase. Dadurch legst du den Grundstein für eine Umsetzung, die dich garantiert zum fertigen Buch und zu einer großen Leserzahl führt.

Welche Eigenschaften brauchst du, um ein Buch schreiben zu können?

  • Selbstmotivation, Disziplin und Durchhaltevermögen, um das Buch zu schreiben und zu vermarkten

  • Geduld mit dir selbst, um Herausforderungen zu meistern

  • Zeitmanagement-Fähigkeiten, um das Buch in einem realistischen Zeitrahmen zu schreiben

  • Fähigkeit, Feedback und Kritik anzunehmen

  • Offenheit, um dich und deinen Schreibstil weiterzuentwickeln

  • Biss, um den Lesern das Buch durch regelmäßige Marketing-Maßnahmen schmackhaft zu machen

  • Unternehmer-Spirit, um dein Buch gewinnbringend zu verkaufen (mehr dazu im Beitrag zum Autoren-Mindset)

Überlege für dich, wie viele diese Eigenschaften auf dich zutreffen und welche du dir am besten heute noch aneignest, bevor du mit dem Planen und Schreiben beginnst.

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DEIN BUCHPROJEKT PLANEN

Weißt du, warum die meisten Erstlingsautoren beim Schreiben irgendwann den Mond anheulen und vielleicht sogar das Handtuch werfen?

Weil sie sich vor dem Schreiben zu wenige Gedanken über dieses Projekt machen.

Das muss nicht so sein!

Mit einem guten Plan geht es schnell von der Hand, dein Buch zu schreiben. Du arbeitest konzentriert an deinem Buch und pushst dich von selbst zum Endziel Bucherfolg.

1. Deine Motivation ist dein Antrieb

Ein Buch zu schreiben erledigt sich nicht in ein paar Tagen, sondern in den meisten Fällen wirst du wochen- oder monatelange Arbeit hinein stecken.

Mache dir am Anfang über den wichtigsten Punkt Gedanken: deine Motivation. Mit der richtigen Motivation bleibst du am Ball und arbeitest regelmäßig an deinem Buch.

Warum willst du ein Buch schreiben?

Mögliche Gründe können sein:

  • Weitergabe von Fachwissen: Du hast bestimmtes Wissen, das du gerne an andere Menschen weitergeben willst. Mit einem Buch erreichst du Menschen, die an diesem Wissen interessiert sind.

  • Positionierung als Experte: Andere Menschen laden dich regelmäßig zu Vorträgen und Präsentationen ein, weil sie dich als Experte wahrnehmen. Durch ein eigenes Buch positionierst du dich in deiner Nische noch stärker als Experte.

  • Vermarktung deiner Person oder deines Unternehmens: Du möchtest auf dich selbst oder dein Unternehmen aufmerksam machen. Ein Buch ist ein Mittel, mit dem du dieses Ziel erreichst.

  • Akquise von neuen Kunden: Du willst die Menschen, die sich für dein Thema interessieren, von deinen Produkten oder Dienstleistungen begeistern. Mit jedem Leser hast du einen potenziellen Neukunden.

  • Teaser für deine Services und Produkte: Du bietest bestimmte Services oder Produkte an, die du durch ein Teaser-Buch erklären kannst. Als Designer bietest du beispielsweise auf deiner Webseite ein „Workbook“ an, damit potenzielle Kunden grundlegende Kenntnisse über Design und über deine Arbeit bekommen.

  • Aufbau eines passiven Einkommens: Du möchtest dir mit deinem Buch ein Neben- oder Haupteinkommen aufbauen. Du willst das Buch entweder selbst schreiben oder es schreiben lassen. Mit einem gut positionierten Buch und gutem Marketing ist das schaffbar.

2. Dein Expertenwissen konkretisieren

Stelle dir die Frage nach deinem Expertenwissen.

Was kannst du besser als andere Menschen? Welche Herausforderungen hast du für deine Kunden gelöst?

Möglicherweise hast du als Unternehmer, Selbstständiger oder Coach einen Kundenstamm und erhältst über Kunden-Feedback Meinungen zu deinem Angebot. Sieh dir diese Kommentare durch und überlege, zu welcher Frage dich die meisten deiner Kunden zu Rate ziehen bzw. bei welchem Thema du sie am besten unterstützt.

Musst du ein Opinion Leader sein, um ein Buch zu schreiben?

Nein. - Denn es gibt keine zwingende oder absolut gültige Regel, dass du der beste Experte in deiner Branche oder Nische sein musst. Wenn du über ein Thema mehr Wissen als deine Leser oder Kunden hast, kannst du dein Buch schreiben und veröffentlichen.

3. Deine Nische bestimmen

Denke an deine Nische. Damit ist dein Fachbereich oder deine Branche gemeint.

Wie viele andere Experten oder Buchautoren gibt es in dieser Nische? Welches Wissen hast du, das andere Mitbewerber ihren Lesern oder Kunden noch nicht mitgeteilt haben? Mit welchen Punkten und wie möchtest du dich positionieren? Welche Inhalte wären für deine Leser oder Kunden spannend?

4. Deinen Lesern Mehrwert bieten

Halte dir vor Augen, dass du dein Buch zwar selbst schreibst, aber nicht für dich selbst. Zu einem Kauf regst du die Leser an, wenn du für sie einen Mehrwert schaffst oder für sie ein Problem löst.

Stell es dir an einem Beispiel vor: In der Buchhandlung liegen fünf Bücher zum gleichen Thema. - Zu welchem greifst du?

Vordergründig zu denen, die gute Cover und interessante Titel haben. Hintergründig zu denen, die dir den meisten Nutzen bieten. Bei einem Vergleich stellst du fest, dass dieses Buch besser als die anderen passt.

Wie funktioniert das? - Lerne deine zukünftigen Leser kennen und finde heraus, was sie am meisten interessieren können. Selbst wenn dein Buch nur 5,99 Euro kostet, ist es in ihren Köpfen eine Ausgabe. Und sie überlegen sich immer, warum sie diesen Betrag ausgeben sollten.

Welche Herausforderung löst du mit dem Buch für deine Zielgruppe? Welchen Mehrwert oder Nutzen bekommt dein Leser oder Kunde durch dein Buch?

Arbeite diesen Mehrwert so konkret als möglich heraus. Notiere dir den größten Mehrwert auf einem Blatt Papier: Durch mein Buch erhält mein Leser…

5. Relevanz und Alleinstellungsmerkmal deiner Buchidee herausarbeiten

Kannst du dich daran erinnern, als du das letzte Mal in einem Buchladen warst oder ein Buch auf der Seite eines Online Shops gesucht hast? Beim Stöbern hast du bemerkt, dass es zu vielen Themen schon andere Bücher gibt.

Wie findest du heraus, ob es für deine Nische genügend Leser gibt? Du möchtest dein Buch schließlich nicht umsonst schreiben, sondern es an Menschen verkaufen.

Um mit deinem Buch Erfolg zu haben, muss die Idee zwei Punkte erfüllen:

  • Die Idee muss relevant sein

  • Dein Buch muss ein einzigartiges Element bieten

Relevanz der Idee feststellen

Überlege dir, ob deine Kunden oder Leser ein Buch zu diesem Thema kaufen werden. Vielleicht können sie sich ähnliche Inhalte über andere Mitbewerber oder über Anleitungs-Videos auf youtube holen. Möglicherweise auch über andere Kanäle.

Die Relevanz stellst du durch verschiedene Herangehensweise fest:

  • Fragen im Bekannten- und Freundeskreis

  • Suche auf Google, Amazon und Thalia

  • Datenbasierte Suche mit Analyse-Tools

  • Umfragen auf Social Media oder mit Hilfe von Survey-Seiten

Mit Analyse-Tools überprüfst du im Vorhinein, wie viele Menschen sich für das Thema deines Buchs interessieren.

Google Recherche und Google Trends nutzen

https://trends.google.com: In das Trend-Tool von Google gibst du mögliche Suchbegriffe zu deinem Thema ein. So siehst du, welche am meisten gesucht werden.

Versetze dich in die Rolle deines Lesers: Nach welchen Begriffen könnte er suchen, um ein Buch zum gewünschten Thema zu finden? Ist dein Thema relevant genug? Gibt es dazu Suchanfragen?

Keyword Planner einsetzen

https://keywordtool.io: Die kostenlose Version dieses Tools sucht dir zu deinem Hauptkeywort Suchanfragen auf Google, Youtube, Amazon und Instagram heraus. Mit der bezahlten Version kannst du das Suchvolumen herausfinden:

Grafik Keyword Tool

Amazon-Keywort-Recherche verwenden

Ein Blick auf Amazon lohnt sich in jedem Fall. Hier siehst du auf zweierlei Weise, wie relevant deine Idee für Leser ist. Amazon macht dir im Suchfeld Vorschläge. Die angezeigten Begriffe werden tatsächlich von den Lesern gesucht.

Ausgehend von deinem Hauptbegriff kannst du das nun von A-Z durchspielen. „Buch A…“, „Buch B…“,… und so überprüfen, nach welchen Themen gesucht wird.

grafik amazon suche

Wird in keinem der Tools eine Suchanfrage angezeigt, bedeutet das: Dein Thema hat unter diesem Begriff nicht genügend Suchanfragen. Erwäge deshalb, ein Buch zu einem anderen - Gewinn versprechenderem Thema - zu schreiben.

Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten

Das Alleinstellungsmerkmal deines Buchs ist mindestens ein Element, das sich positiv von anderen Büchern abhebt und das Leser auf einen Blick erkennen. Das können folgende Punkte sein:

  • Einen neuen Blickwinkel geben und Inhalte bieten, die die Leser überraschen

  • Ein Bonus-Kapitel entwickeln, das die Bücher deiner Mitbewerber nicht enthalten

  • Die Erzählperspektive anders gestalten und für Abwechslung sorgen

Amazons „Blick ins Buch“ nutzen

Durch die Amazon eigene Leseprobe “Blick ins Buch” erfährst du in den Büchern deiner Mitbewerber mehr über den Inhalt, den Aufbau, den Sprachstil, die Erzählperspektive und die bisherigen Rezensionen der Leser der anderen Bücher. Die Informationen, die du in den Büchern deiner Konkurrenten siehst, nutzt du für dein Buch. Interessant wird das dann, wenn es zur selben Idee viele andere Bücher gibt. Damit kannst du ein Buch schreiben, das sich inhaltlich von anderen abhebt.

Amazon bietet für jedes Buch die Option „Blick ins Buch“ an. Die meisten Autoren aktivieren diese Leseprobe als Teaser für ihre Leser. Damit hat der Leser die Möglichkeit, die ersten Seiten eines Buchs anzulesen. Meistens erlaubt der Blick ins Buch, die Kapitel und die ersten Seiten einzusehen.

Nimm die meistverkauften und bestbewertesten Bücher und ihren Inhalt und Aufbau genau unter die Lupe. Dadurch bekommst du für dein eigenes Buch wertvolle Informationen. Auch die Rezensionen eines bereits existierenden Buchs können dir helfen, für dein eigenes Buch ein interessantes Kapitel oder ein Bonus-Kapitel bzw. ein FAQ-Kapitel zu entwickeln.

6. Genre deines Buchs festlegen

Als Basis für das Genre deines Buchs überlegst du, welche Bücher du selbst gerne liest. Das entspricht oft dem Genre, in dem wir gut schreiben. Denn wir kennen die Aufmachung und den Stil dieses Genres und wissen, welche Art von Texten interessant ist.

Wie ist das gemeint?

Nehmen wir an, dass du Psychologe bist und ein Buch über Burnout-Prävention veröffentlichten möchtest. Du schmökerst als Leser selbst gerne in Romanen; Sachbücher magst du weniger.

Als Psychologe könntest du einen Roman schreiben, in dem eine Hauptperson in ein Burnout gerät und ein Psychologe sie berät und ihr hilft. Das wäre ein interessanter Blickwinkel; besonders deswegen, weil die meisten Psychologen Fachbücher schreiben. Lesen Durchschnittskunden, die in eine Praxis kommen, gerne Fachpublikationen? Wahrscheinlicher ist, dass sie sich durch so ein Buch quälen und lieber etwas Unterhaltsameres lesen.

Aus welchen Genres und Untergenres wählst du?

Das ist eine interessante Frage! Deine Möglichkeiten sind bei den Genres unendlich.

Romane

Roman Kategorien

Sachbücher

Sachbuch Kategorien

Die Leser eines Genres kaufen das Buch mit einer bestimmten Erwartungshaltung. Es ist keine gute Idee, mit einem Buch mehrere Genres gleichzeitig zu bedienen. Lies mehr dazu in diesem BEITRAG.

7. Veröffentlichungsweg wählen: Self-Publishing, Literaturagent oder Verlag?

Überlege dir schon in der Planungsphase die Frage nach der Veröffentlichung und Vermarktung.

Deine möglichen Wege sind Self-Publishing, Literaturagenten oder Verlage. Es ist wichtig, die Entscheidung in einem frühen Zeitpunkt zu treffen. Denn davon hängt deine Arbeit in den kommenden Wochen ab.

Als Selbstverleger schreibst und vermarktest du dein Buch im Alleingang. Hier hast du viel Spielraum und gehst in dem Tempo und in der Weise vor, die für dich passt. Die Kosten der Herstellung und Vermarktung sowie das Risiko der Veröffentlichung liegen bei dir. Wer als Selbstverleger unter eigenem Namen oder unter Pseudonym schreibt, muss sein Buch selbst schreiben und es alleine fertig stellen.

Wenn du dein Buch über einen Verlag anbieten möchtest, gibt es den Weg über einen Literaturagenten oder direkt über einen Verlag. Hier musst du dein Buch nicht vollständig schreiben: Du kannst ihnen deine Idee und ein grobes Konzept zuschicken. Die Kosten der Herstellung, Veröffentlichung und Vermarktung trägt der Verlag.

Liebhaber-Autor

Ein Buch schreiben zu wollen und dabei nur ein einziges Buch im Sinn zu haben, ist am ehesten für Unternehmer, Selbstständige oder Privatpersonen mit großen Interesse an einem bestimmten Thema interessant. Biete dein Buch auf deiner Webseite als kostenlosen oder kostenpflichtigen Ebook-Download an.

Willst du deinen Kunden kein Ebook sondern ein gedrucktes Buch anbieten, rechne dir die Herstellungskosten durch: Kleinauflagen für gedruckte Bücher sind meist teuer. Sie lohnen sich dann, wenn du die Nachfrage gut kennst und eine preisgünstige Druckerei findest.

Self-Publisher oder Selbstverleger

Die Möglichkeit des Self-Publishing kommt für alle Menschen in Frage, die mehrere Bücher planen. Self-Publishing ist für gut organisierter Menschen geeignet, die viele Dinge organisieren und umsetzen können.

Als Selbstverleger kümmerst du dich nicht nur um die Herstellung deiner Bücher, sondern auch um ihre Vermarktung. Das kann für einen Neuling eine große Herausforderung darstellen. Sieh dir die wichtigsten Punkte in diesem BEITRAG an.

Wenn du als Selbstverleger ein Buch schreiben willst und dabei Hilfe brauchst, kannst du auch einen Ghostwriter hinzuziehen. Der Ghostwriter schreibt das Buch in deinem Namen und überträgt dir am Ende alle Nutzungsrechte. Suche dir in diesem Fall jemanden, der auf das gewünschte Thema spezialisiert ist (Blogger, Vlogger,…).

Literaturagent und Expose

Wenn du ein Buch planst, kannst du dich auch an einen Literaturagenten wenden. Ein Literaturagent ist ein Mittelsmann zwischen Autor und Verlag. Er hat in der Regel das Wissen, bei welchem Verlag sich das Buch unterbringen lässt und hilft dir, es einem passenden anzubieten.

Literaturagenten arbeiten in der Regel nach zwei Modellen: Sie erhalten entweder einen Fixbetrag vom Autor oder arbeiten auf Kommissionsbasis. Als Autor möchtest du, dass dein Buch an den richtigen Verlag gelangt. Wähle deshalb einen Agenten, der auf Kommissionsbasis arbeitet und das Buch mit dir zum Erfolg macht. Verrechnet er für seine Dienstleistung eine Erfolgskommission, ist er an deinem Erfolg interessiert. Wer hingegen einen fixen Betrag verlangt oder dich um eine Vorab-Zahlung für die Umsetzung bittet, wird wahrscheinlich nicht viel Interesse an deinem Buch haben, sondern die schnellste und preiswerteste Möglichkeit aussuchen, um dein Buch bei irgendeinem Verlag unterzubringen.

Verlage und Exposes

Wenn du dein Buch einem Verlag anbieten möchten, mache dich auf die Suche nach einem passenden Verlag. Viele Verlage haben Themen, für die sie neue Autoren suchen. Das Thema des Buchs muss unbedingt zur Ausrichtung des Verlags passen. Du sparst dir mit dieser Recherche Zeit.

Gehe so vor, dass du dir in einer Buchhandlung oder auf Webseiten Bücher zu deinem Thema oder deiner Nische ansiehst. In welchen Verlagen werden sie veröffentlicht? Sieh dir die Webseiten dieser Verlage an: Passt dein Buch wirklich in das Verlagsprogramm? Und willst du mit diesem Verlag überhaupt zusammenarbeiten?

Über die Webseite der Verlage findest du die Kriterien für die Zusendung von Manuskripten. Meist möchten die Verlage einen Lebenslauf, die Idee zum Buch und einige Seiten als Leseprobe. Bereite deine Unterlagen professionell auf und schicke sie direkt an den Verlagskontakt.

Das Konzept hinter dem Buch nennt sich auch Expose. Es ist nicht anderes als der Sales Pitch deines Buchs. Die Mehrheit der Verlage führt auf ihren Webseiten an, in welcher Form sie kontaktiert werden möchte, wie Autoren ihre Manuskripte schicken können und welche Voraussetzungen dabei nötig sind. Halte dich unbedingt an diese Vorgaben, damit du professionell auftrittst und deine Buchidee durch die erste Auswahl geht. Ein Lektor wird bei Interesse an deinem Buch mit dir Kontakt aufnehmen.

Lass dich nicht verunsichern, wenn du keine Rückmeldung bekommst oder der Verlag dein Buch ablehnt: Vielleicht passt dein Buch gerade nichts ins Verlagsprogramm, vielleicht gibt es einen anderen Autor, der das Thema besser behandelt oder es gibt andere Gründe. Du kannst noch immer den Weg als Selbstverleger gehen.

Vorsicht ist vor sogenannten Druckkostenzuschussverlagen geboten: Diese Verlage lassen sich von den Autoren bezahlen, um ihre Bücher zu verlegen. Nicht immer erkennt man sie auf den ersten Blick. Erst auf den zweiten Blick wird klar, dass es sich um Bezahl-Verlage handelt. Sie akzeptieren quasi Kraut und Rüben und klemmen sich selten hinter die Vermarktung des Buchs. Einen guten Bericht zu diesem Thema findest du in dieser Spiegel-Reportage. Eine Liste zu den größeren Bezahlverlagen führt diese Seite an. Seriöse Verlage übernehmen die Kosten der Herstellung, Veröffentlichung und Vermarktung: Der Autor muss keinen Cent investieren. Mache deshalb um Druckkostenzuschussverlage einen großen Bogen.

8. Personalisierten Zeitplan erstellen

Ist die Entscheidung zwischen Selbstverleger- und Verlags-Weg getroffen, erstellst du einen Zeitplan. Um dein Buch Realität werden zu lassen, passt du ihn auf deine persönliche Situation an.

Die Wunschvorstellung vieler Autoren ist, dass sie sich in ihrer Freizeit immer dem Schreiben widmen und es leicht von der Hand geht. Oft kommen aber Verpflichtungen und Termine dazwischen. Manchmal entstehen Schreibblockaden, in denen man kein einziges Wort zu Papier bringt.

Die Arbeit mit sogenannten SMART-Zielen ist ein großer Vorteil!

Das SMART-Modell ist Zeitmanagement-Tool und Erfolgsformel zugleich. Du formulierst deine Ziele und legst sie verbindlich fest. Diese Methode lässt sich auch als Pakt zwischen dir und deinem Buch vergleichen. Willst du ein Buch schreiben und zügig vorgehen, so arbeite mit dieser Herangehensweise.

SMART steht für

S wie spezifisch. Je spezifischer das Ziel, desto klarer ist es im Kopf. Klarheit verschafft Struktur. Welche kleinen Ziele kannst du formulieren, um an dein großes Ziel zu kommen?

M wie messbar: Das Hinarbeiten auf das große Ziel und das echte Ziel müssen mit einer geeigneten Methode regelmäßig gemessen werden. Bist du auf dem richtigen Weg? Muss eine Kurskorrektur eingeschlagen werden? Definiere, wie du dein Ziel messen wirst.

A wie attraktiv: Um auf das Ziel motiviert hinarbeiten zu können, darf es nicht zu einfach sein, aber auch nicht zu hochgesteckt. Du sollst dir durchaus Mühe geben, dieses Ziel zu erreichen. Setz dir ein für dich erstrebenswertes Ziel.

R wie realistisch: In deinem persönlich machbaren Rahmen legst du fest, was für dich realistisch ist. Kannst du deinem Projekt jede Woche eine Stunde widmen? Muss das Projekt unbedingt vor dem 1. Jänner fertig sein? Die Hauptfrage sollte sein, was du dafür realistischerweise jeden Tag oder jede Woche tun können, um dein Projekt weiterzuentwickeln. Bleib in einem für dich realistischen Rahmen.

T wie terminisiert: Dabei legst du den Endpunkt des großen Ziels sowie die Meilensteine fest. Es ist wichtig, dass du deinem Projekt eine Deadline geben. Deadline bedeutet genau das: Wenn du es bis dahin nicht erledigst, bist du quasi tot.

9. Ideen mittels Mind-Map sortieren

In deiner Planung bist du weit gekommen. Nun gehst du noch einmal deine Hauptidee durch.

Mittels einer Mind-Map entwickelst du deine Hauptidee in Unterideen und ihnen untergeordnete Ideen weiter. In dieser Phase lässt du all deinen Ideen freien Lauf und bewertest sie nicht. Alles, was aus dir fließt, kommt in die Mind-Map. Verwende ein Blatt Papier, einen Flipchart oder ein virtuelles Tool wie https://mind-map-online.de. Schon schon nach kurzer Zeit wirst du bemerken, dass sich manche Gedanken von sich aus weiterentwickeln und du mehr Ideen oder mehr Wissen hast als zu anderen.

Lass die Mind Map für einige Stunden oder einen Tag liegen und komm dann wieder auf sie zurück. Durch die Ruhephase gibst du dir Zeit, deine Überlegungen reifen zu lassen und befüllst die Mind-Map mit neuen Ideen.

Wähle nun die Idee aus, die für dich am meisten Sinn macht. Das ist der erste Schritt in Richtung Kapitelerstellung!

10. Ersten Titel festlegen

Warum „den ersten Titel festlegen“ und nicht „den Titel festlegen“?

Vielfach zeigt sich, dass der erste Titel eine Reflexreaktion zum Thema ist.

Beim eigentlichen Schreiben und im Gespräch mit anderen Menschen, durch die Testleser bzw. durch die Keyword-Recherche im Internet entstehen bessere und überzeugendere Ideen.

Den Titel wählst du vorerst unter zwei Gesichtspunkten aus:

  • Was ist das Hauptproblem, das dein Buch löst?

  • Welchen Mehrwert schafft dein Buch?

Denke daran, dass du das wichtigste Keyword in den Titel oder Untertitel mitaufnimmst. Denn die Keywords sind die Suchanfragen deiner Leser, die sie in die Suchbox von Amazon oder Google eingeben. Wenn dein Titel oder Untertitel ein wichtiges Keyword enthält, werden mehr Leser automatisch auf dein buch aufmerksam.

11. Detailliertes Leserprofil erstellen

Hand aufs Herz: Wie gut kennst du deinen zukünftigen Wunschleser? - Könntest du ihn mir aufmalen?

Um herauszufinden, wer er wirklich ist und wie er tatsächlich tickt, erstellst du ein Leserprofil. Dieses Leserprofil ist nichts anderes als eine Zielgruppenanalyse.

Unternehmen führen Zielgruppenanalysen durch, um ihre Produkte und Services zu verkaufen. Sie machen diese Analysen, weil sie ihre Kunden und Käufer besser verstehen möchten. So können sie bei der Vermarktung ihrer Produkte und Services eine passende Sprache, Informationen und Marketing-Maßnahmen wählen.

Und genau darum geht es auch in deiner Situation als Buchautor: Du willst ein Buch für eine bestimmte Gruppe von Menschen schreiben. Für „alle“ wäre viel zu weit gefasst. Ein Buch für alle würde das Thema für den Leser langweilig machen und es verdünnen.

Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto besser wirst du dein Buch auf sie anpassen und genau die Sprache und Inhalte liefern, die die Probleme der Leser oder Kunden lösen und ihnen einen Mehrwert bieten. Damit kannst du ein Buch schreiben, das genau für deine Leser ist und sie werden es lieben!

Typischerweise führst du die Zielgruppenbestimmung unter vier Gesichtspunkten durch:

  • sozioökonomische Faktoren

  • demografische Faktoren

  • psychografische Kriterien

  • Kaufverhalten

Sozioökonomische Faktoren

  • Alter der Leser

  • Geschlecht

  • Wohnort

Demografische Faktoren

  • Bildungsgrad

  • Einkommen

  • Familienstand

  • Religion

Psychografische Kriterien

  • Wissen, das die Leser über das Thema haben

  • Meinungen und Einstellungen zum Thema

  • Verhaltensweisen der Leser

  • Beweggründe, um das Buch zu kaufen

  • Inhalte, die die Leser überraschen würden

Kaufverhalten

  • Bücher der Mitbewerbeer

  • Preise, die die Leser zahlen können

  • Buchformate, die sie lieben

  • Orte, an denen sie kaufen

Beispiel für ein Leserprofil
Sehen wir uns das am Beispiel einer Diät an. Ein Ernährungs-Coach möchte ein Buch für Menschen mit Übergewicht schreiben. Sein Leserprofil sieht wie folgt aus:

Meine Zielgruppe sind 20 bis 40 Jahre alte Frauen & Männer, die stark übergewichtig sind. Sie wohnen in Deutschland und leben in Städten.

Meine Wunschleser sind in Vollzeit-Positionen angestellt, verdienen ein durchschnittliches Einkommen und haben gute Bildung. Die meisten Leser haben eine Familie mit Kindern.

Die Leser leiden an Übergewicht, haben jedoch noch nie eine Diät gemacht. Meist sitzen sie den ganzen Tag im Büro und finden zweimal pro Woche für Fitness-Übungen Zeit. In den Büros gibt es Kantinen und das Essen ist nicht immer gesundheitsförderlich. Viele haben das Gefühl für normales Essen und Portionen verloren und leiden aufgrund des starken Übergewichts bereits an Krankheiten wie Diabetes und an mangelndem Selbstbewusstsein. Die Leser suchen nach einfach umsetzbaren und effektiven Ergebnissen.

Für ihre Familien wollen sie das beste und suchen nach schnellen und einfachen Rezepten, die sie zu Hause bei sich kochen können. Ein Kapitel mit leichten Sportübungen wäre für sie interessant sowie ein Leitfaden, wie sie ihre Familie in ihre Diät einbinden können.

Die Wunschleser sind digital gut aufgestellt und kaufen mehrheitlich Ebooks. Die meisten besitzen Reader, die für Ebooks geeignet sind. Die Leser wollen höhere Preise zahlen, wenn das Buch für sie wertvolle Inhalte hat, die sie bei der Gewichtsreduzierung unterstützen.

Hast du dir das Leserprofil erstellt, mach noch mehr aus deinem Bucherfolg und hole die Meinung deiner Zielgruppe ein. Beispielsweise rufst du eine Facebook-Gruppe ins Leben oder startest eine Umfrage und präsentierst den zukünftigen Lesern deine Buch-Idee. Die Gruppe kann dir zusätzliches Feedback zu den Inhalten geben. Auf diese Weise schreibst du 100% zielgruppenorientiert.

Ein mögliches Danke für das Feedback der Mithelfer sind kostenlose Buch-Exemplare. Scheue dich nicht, für diese Exemplare Geld auszugeben, denn du schlägst zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Mithelfer werden zu Testlesern und du erhältst wertvolle Rezensionen.

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DAS BUCH SCHREIBEN

Glückwunsch, deine Planung steht! - Nun geht es an den ersten Teil der Umsetzung: das Schreiben.

Was ist dabei wichtig?

Schreibe am Anfang regelmäßige Texte, um deinen eigenen Schreibstil zu entwickeln. Wähle eine Erzählperspektive, die für deine Leser interessant und unterhaltsam ist. Analysiere deine Texte und lass sie dir laut vorlesen, um deinen Schreibstil zu perfektionieren und an deine Zielgruppe anzupassen. Lege den Umfang der Kapitel und Unterkapitel fest und notiere dir zusätzliche Ideen auf einem Notebook. Komme erst am Ende wieder auf diese Notizen zurück. Überlege, wie du mit Schreibblockaden umgehst und dich selbst zum Schreiben motivierst.

1. Den Schreibstil und die Erzählperspektive wählen

Schreibstil

In Schreibworkshops höre ich von Autoren immer wieder, dass sie sich nicht besonders gut ausdrücken.

Ist es wichtig, sich als Buchautor “gut” auszudrücken?

Jain.

Halte dir vor Augen, dass du einer bestimmten Zielgruppe mit deinem Buch Informationen vermittelst. Deine Zielgruppe interessiert sich schon für das Thema. Sprichst du die Sprache, die deine Leser oder Kunden sprechen, stößt dein Buch mit Sicherheit auf Anklang.

Schreibst du beispielsweise als Psychologe ein Buch für Jugendliche, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen machen, wählst du eine jugendlichere Sprache in einem lockeren und freundschaftlichen Stil. Hast du hingegen als Anwalt ein Fachbuch für Jura-Studenten im Kopf, setze auf einen höflicheren und sachlicheren Stil. In beiden Fällen musst du nicht „gekünstelt“ schreiben oder besonders tolle Formulierungen wählen.

Schreibe deine ersten Texte so, wie es aus deiner Sicht für deine Zielgruppe am besten passt. Bleibe dir selbst treu und tippe deinen Text ohne Zwang herunter.

Sobald du deine ersten 1.000 Wörter geschrieben hast, lässt du deinen Text durch ein Analyse-Tool laufen. Es gibt dir wertvolles Feedback zu deinem Schreibstil. Überarbeite deinen Text mit diesen Insights und verbessere ihn. Mache diese Übung regelmäßig und trainiere dir einen flüssigen und für deine Zielgruppe passenden Stil an. Mit einiger Zeit schreibst du diese Art von Texten von alleine.

Erzählperspektive

Unter den möglichen Erzählperspektiven gibt es drei wichtige:

Die Ich-Perspektive

Diese Perspektive ist bei Ratgebern beliebt. Selbstständige verwenden sie gerne, um in Teaser-Bücher über ihre Erfahrungen zu erzählen. Der Leser bekommt damit einen guten Einblick in deine Arbeit und du stellst einen sehr persönlichen Dialog mit ihm her.

Die neutrale Perspektive

Hier führst du keine persönlichen Erfahrungen an, sondern bleibst im neutralen „man“. Diese Perspektive würde sich für Expertenbücher und Fachbücher anbieten, bei denen die Vermittlung des Wissens, nicht so sehr aber deine Person im Vordergrund steht.

Die Perspektive eines Dritten

Willst du nicht auf deine eigenen Erfahrungen hinweisen, weil dir das zu persönlich ist, kannst du einen deiner Kunden als Modellbeispiel heranziehen oder einen Kunden erfinden. Als Autor kennst du die Situation deiner Leser und Kunden und weißt, vor welchen Herausforderungen sie stehen. Auch mit dieser Methode kannst du ein Buch schreiben, das Qualität hat.

Hier kannst du folgende Punkte überlegen: Welche Erzählperspektive ist für mein Thema spannend und welche bietet meinen Lesern oder Kunden etwas Neues?

Deutsch hat eine zusätzliche Dimension: Als Autor kannst du deine Leser duzen oder Siezen. Der Tend geht heutzutage mehr zum Du-Wort. Mache diese Entscheidung mit dir persönlich aus: Welche Anrede bevorzugt meine Zielgruppe?

2. Laut vorlesen

Damit du ein Buch schreibst, das deine Leser gerne lesen, überprüfst du deinen Text stückchenweise. Besonders gut bewährt hat sich bei Erstlingsautoren, alle 1.000 Wörter zu analysieren. Wenn du dir deinen Text laut vorliest und anhörst, gibt dir das ein anderes Gefühl und einen anderen Blickwinkel als ihn nur zu lesen.

Du hörst dir aufmerksamer zu. Denn dein Gehirn denkt den Text nicht, sondern hört ihn und du sprichst einen anderen Reiz an. Das Vorlesen hilft dir, Stilfehler, Anredefehler, Wendungsfehler oder schwammige Formulierungen aufzudecken. Verschaffe dir einen Eindruck von deinem Text und verbessere ihn.

Wenn du ihn dir gerne anhörst, ist er “perfekt”.

Mach es dir zum Ziel, ein Buch zu schreiben, das deine Leser gerne anhören würden:

  • Lies dir deinen Text selbst laut vor.

  • Nimm dich mit einem Tool wie Whatsapp oder einer vorinstallierten App auf deinem Android oder iPhone auf und hör dir deinen Text dann an.

  • Lass dir deinen Text von einer anderen person vorlesen.

3. Kapitel und Unterkapitel festlegen

Ausgehend von deinen Recherchen und deinen eigenen Gedanken erstellst du die Kapitelstruktur. Damit du dein Buch zügig schreiben kannst, solltest du strukturiert arbeiten.

Du kannst dich bei den Kapiteln an die „traditionelle“ Struktur halten. Das ist vor allem für gedruckte Bücher eine gute Möglichkeit. Für Ebooks spielt sie eine weniger wichtige Rolle.

Ebooks können eine „moderne“ Kapitelstruktur haben

Cover

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Unterkapitel 1

usw.

Impressum

Quellen und Links

Der traditionelle Aufbau von gedruckten Büchern sieht anders aus

Cover

Klappentext mit Autoreninfo oder Info zum Buch

Innentitel

Impressum

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

Kapitel 1

Unterkapitel 1

usw.

Anhang

Quellen und Links

Andere Bücher des Autors

Klappentext mit Autoreninfo oder Info zum Buch

Buchrückentext mit Logo und/oder Photo des Autors

Der Leser hat ein gedrucktes Buch in der Hand und es muss sich “richtig” anfühlen. Durch das Lesen von Büchern sind wir an bestimmte Informationen gewohnt, die traditionellerweise auf der linken und auf der rechten Seite stehen. So steht das Impressum meist links. Der Beginn eines Kapitels steht meist rechts. Als Autor kannst du entscheiden, ob du dich an diese Tradition hältst oder nicht. Bei bestimmten Genres wie Kunstbüchern, Architekturbüchern, Kochbüchern, Photobänden, Reiseguides,… mag ein Stilbruch Sinn machen und interessant sein.

Digitale wie gedruckte Bücher brauchen für Angaben wie das Impressum, das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung meist eine ganze Seite. Das Impressum muss in jedem Buch angeführt werden, jedoch nicht zwingend auf den ersten Seiten. Der Autor darf es auch auf den letzten Seiten anführen. Bei Ebooks wird das interessant, denn Autoren, die ihre Inhalte vor Mitbewerbern verstecken wollen, können das Inhaltsverzeichnis nach hinten stellen.

4. Persönliche Schreibroutine festlegen

Damit du dein Buch zügig schreiben kannst, brauchst du anfangs eine Routine.

Eine Schreibroutine besteht aus dem Schreiben einer bestimmten Wortanzahl und Pausen.

Die Pausen sind für den Schreibprozess wichtig! Von krampfhaften und stundenlangen Schreibpensen hinter dem Computer hältst du dich am besten fern und teilst dir deine Pausen ein.

Denke an Unterbrechungen wie körperliche Aktivität, Sport, Gehpausen, Austausch mit anderen Menschen und Nachdenkpausen. Aktive Unterbrechungen sind beim Schreiben ein wertvoller Prozess. Besonders sind sie es dann, wenn dein Schreibfluss stockt und du nicht weiterkommst. Die körperliche Tätigkeit und der Austausch mit anderen Menschen aktivieren andere Gehirnareale. Das wiederum reaktiviert das Denken und die Kreativität. Du wirst erstaunt sein, wie viele Ideen du nach einer aktiven Pause hast!

Wie viel solltest du dir als Pensum setzen, um dein Buch zügig schreiben zu können?

Es gibt darauf keine allgemeine Antwort. Schreibe am Anfang vor allem täglich. Beginne mit einem kleinen Volumen von etwa 200 bis 500 Wörtern als tägliches Schreibpensum. Steigere dieses Wortanzahl nach dem ersten Monat auf 500 bis 1000 Wörter pro Tag. Du wirst merken, dass es dir von Mal zu Mal leichter fällt.

Alternativ kannst du die gesamte Wortanzahl deines Buchprojekts auch auf X Tage herunterbrechen und dir dein tägliches Schreibpensum ausrechnen.

Schreibe als Schreibanfänger Kapitel für Kapitel, damit du dich nicht verläufst. Hast du schon etwas mehr Erfahrung, kannst du auch zwischen den Kapiteln springen und dort weiterschreiben, wo es für dich passt.

Lege zu jedem Kapitel die Wortanzahl fest, die du in diesem Kapitel unterbringen willst. Dein Buch soll sich nicht “eigenständig” machen. Du möchtest die Kontrolle bewahren, um Zeit zu sparen.

Während des Schreibens der Kapitel lässt du dich nicht aus der Fassung bringen und bleibst deiner Schreibroutine treu. Als Beispiel:

Einleitung: 2000 Wörter

Kapitel 1: 5000 Wörter

Kapitel 2: 3000 Wörter

Kapitel 3: 2000 Wörter

Schlusswort: 1000 Wörter

5. Schreibblockaden lösen

Du wolltest diese Woche eigentlich 500 Wörter für dein Buch schreiben, doch es fließt nichts aus dir heraus. Leider hast du einen Blick auf einen Blog, in ein Buch oder auf anderes Material geworfen und misst dich nun an einem anderen Text.

Du stockst in beiden Fällen und unterbrichst deine Kreativität und Motivation. Wie bei einem Schock, braucht dein Gehirn Ablenkung, um wieder auf Touren zu kommen und Motivation und Kreativität zu haben. Dabei haben sich drei Methoden bewährt, um deine Schreibblockade zu lösen:

  • Austausch mit anderen Menschen und Themenwechsel

  • Körperliche Aktivität und Ortswechsel

  • Selbstmotivation: sich gut zureden, sich für sich selbst begeistern

6. Die 5 besten Tools für das Buchschreiben

“Was sind die besten Tools, um ein Buch zu schreiben?”

Diese Frage höre ich fast jede Woche.

Doch nicht die Tools sind die Lösung, sondern du selbst! ;)

Alle Tools funktionieren in einer ähnlichen Art und Weise. Es kommt darauf an, was du daraus machst. Ein Buch schreiben kannst nur du selbst und Tools nehmen dir oft den Fokus. Word und OpenOffice fokussieren den Autor auf die Hauptarbeit: Er schreibt Texte und wird nicht abgelenkt.

Abgesehen davon gibt es natürlich Tools, die dir den Schreibprozess erleichtern. Die hier vorgestellten Tools sind alte Bekannte. Wir wollen keine Zeit damit verlieren, neue Tools zu erlernen. Denn wir wollen schreiben und nicht Tooling betreiben. Unter diese Tools fallen beispielsweise:

Organisations-Tools

Google Dokumente

Möchtest du ein Buch schreiben, das mehr als 100 Seiten hat, verwende ein Übersichts-Tools wie Google Dokumente.

Du kannst deine Kapitel und Unterkapitel kostenlos mit einem alten Bekannten im Drive abspeichern und am Ende zusammenführen. In der Übersicht siehst du dir an, ob alles passt.

Google Docs hat außerdem den Vorteil, dass du dein Dokument oder Teile mit anderen Menschen teilen kannst.

Synonym-Tools

OpenThesaurus, Woxxikon und Mypublic

Alle Menschen haben einen bestimmten Wortschatz und irgendwann ist auch der ausgeschöpft.

Die Synonyme für Diät sind schnell verbraucht: Diät, Ernährungsform, Ernährungstrend, Wunderkur, Abnehmprogramm.

Bereite für das wichtigste Keyword des Buchs eine Synonym-Liste von mindestens 10 Wörtern vor. Diese kannst du mit den drei erwähnten Tools finden.

Hast du beim Lautvorlesen das Gefühl, dass die Wörter ausgetauscht werden sollten, verwende in Word oder Open Office die „Ersetzen durch“-Funktion. Mit diesen Tools kannst du ein Buch schreiben, das deine Leser abwechslungsreich finden und gerne lesen!

Korrektur-Tools

Word, Open Office und Duden

Lektoren sind wahrscheinlich die einzigen Menschen, die Deutsch zu 100% fehlerfrei schreiben.

Du kannst dir Geld und Zeit sparen, wenn du Schreib- und Grammatikfehler bereits in der Schreibphase auf ein Minimum reduzierst. Aktiviere deshalb die automatische Rechtschreibkorrektur oder schalte dir die Rechtschreibkorrektur von Duden frei. Stelle an dich selbst den Anspruch, ein Buch schreiben zu wollen, das wenige Fehler beinhaltet.

Zu einem Interview mit einer Lektorin geht es HIER.

Produktivitäts-Tools

Themostdangerouswritingapp

Diese Webseite ist ein einfaches Tool, dir beim zügigen Schreiben hilft.

In einem Timer stellst du ein Zeitintervall ein, während dem du überlegen und stocken darfst. Hältst du dich nicht an diese Zeit, löscht dir das Tool deine gesamte Arbeit.

Ein guter Ansporn, um in der vorgegebenen Zeit zu arbeiten!

Ergänzungs-Tools

Fehlt dir bei einem Teil deines Texts ein Stück, so füge ein lustiges Foto ein.

Mit dieser Methode wirst du auf Lücken im Text aufmerksam und kannst sie später besser ergänzen.

Sobald du den letzten Satz geschrieben haben, belohne dich selbst. Auch das gehört zum Projekt. Du hast es geschafft: Dein Text ist geschrieben!

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DAS BUCH FERTIGSTELLEN

Dein Buch ist nun geschrieben. Es war einfacher, als gedacht, nicht wahr?

Wie wäre es, wenn du dir einen Drink gönnst, dich zurück lehnst und die nächsten Wochen nichts tust?

- Nein, das geht gar nicht!"

Es freut mich, dass wir auf einer Wellenlänge sind! ;)

Denn jetzt heißt es, das Buch zu vermarkten und zu verkaufen. Dafür stellst du nun die Weichen.

1. Testleser finden und eine erste Überarbeitung vornehmen

Überlege dir, wer deine Testleser sein sollen.

Familienmitglieder und gute Freunde sind meist freundlich und mit Kritik eher zurückhaltend.

Suche dir Menschen, die dich nicht kennen. Du findest sie auf Testleser-Plattformen (beispieslweise rezi-suche.de, lovelybooks.de, vorablesen.de) oder auf sozialen Netzwerken. Auch Buch-Blogger kommen in Frage.

Überlege, ob du Rezensions-Exemplare vergeben möchtest. Bitte um faire Reviews und fordere deine Testleser auf, dir die Stärken und Schwachpunkte deines Buchs zu erklären. Wenn du deinen Testlesern Fragen über dein Buch stellst, können sie besser reagieren. Verwende offene Fragen, sodass die Leser eine längere Antwort darauf geben können.

Achtung: Testleser machen nicht immer das, was du von ihnen erwartest. Möglicherweise hinterlassen sie kritische, etwas negative oder seltsame Rezensionen. Bleibe ruhig - jede Rezension bringt dir Erfahrungswerte.

Denke über deine Einstellung zu Kritik nach: Bist du bereit, dich mit negativen Meinungen und Kommentaren zu deinem Buch auseinanderzusetzen? Du möchtest ein Buch schreiben und bist wahrscheinlich schon genügend kritisch mit dir selbst. Nimm auch das Feedback von anderen Menschen an.

Lies hier ein INTERVIEW mit einer Buch-Bloggerin und erfahre mehr über die Zusammenarbeit zwischen Autoren und Buchbloggern.

2. Korrigieren und lektorieren lassen

Du willst Qualität produzieren und ein Buch schreiben, das einen hohen Qualitätsanspruch hat. Das ist gut so! Viele Bücher von Selbstverlegern und Selbstständigen wimmeln vor Fehlern, weil sie sich nicht um Korrektorat und Lektorat kümmern. Dabei fragt man sich mit Recht, wie die Leser über Bücher denken, die vor Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehlern nur so strotzen. Hat man als Autor noch eine Chance auf einen zweiten Versuch?

Korrektorat und Lektorat schlagen einige Fliegen mit einer Klappe: Sie korrigieren den Text nicht nur, sondern geben dir auch Feedback über den logischen Aufbau des Texts. Sie entdecken Lücken und helfen dir wie bei einer Bewerbung, diese zu füllen. Mit ihrer Unterstützung kannst du ein Buch schreiben, das Leser langfristig anzieht und später nicht noch einmal überarbeitet werden muss.

Amazon hat zwei Qualitätsfilter eingeführt: einer ist zwingend und der zweite (noch) nicht zwingend. Das Buch darf keine Formalfehler aufweisen, kann aber Rechtschreibfehler aufweisen - Amazon bietet es trotzdem auf seiner Seite an. Im Grunde sind es aber drei Faktoren: Amazon-Kunden dürfen die Bücher aufgrund von Qualitätsmängeln zurückschicken und erhalten ihr Geld zurück. Der Autor wird im Ranking heruntergestuft.

Investiere deshalb in gutes Lektorat!

3. Den Titel überarbeiten

Erinnerst du dich?

In der Planungsphase hast du einen ersten Titel festgelegt. Recherchiere nun genau, ob es deinen Titel bereits für ein anderes Buch gibt.

Ein guter Titel ist Gold wert, doch viele gute Titel sind schon vergeben.

Du musst dich als Autor darum kümmern, dass der selbe oder ein ähnlicher Titel nicht schon vergeben sind. Verletzt du diesen Punkt und gibt es ein Buch mit einem gleichen oder sehr ähnlichen Titel, so kann dich der Urheber des anderen Buchs abmahnen und dir den Verkauf und die Produktion deiner Bücher verbieten.

Gute Quellen für die Suche nach einem bereits bestehenden Titel sind buchhandel.de, Google, Amazon sowie die Datenbanken (“Online Kataloge”) der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Nationalbibliothek.

Ist dein gewünschter Titel noch zu haben, so optimiere ihn nun mit SEO-Tools. Dazu beginnst du mit deinem Hauptkeywort. Suche mit Google, Google Trends und Amazon nach verwandten Begriffen und lote aus, welche mehr Suchanfragen bekommen. Einen Beitrag zu diesem Thema findest du HIER.

4. Das Cover zum Blickfänger machen

An welchen Büchern bleibt dein Blick hängen? Sicher an den gut gestalteten, die dich schon mit einem interessanten Keywort und Titel in Bann ziehen.

Das Buchcover verkauft die Bücher, egal, ob das Buch als Ebook oder als Taschenbuch angeboten wird.

Ein Kunde wie du interessiert sich für ein bestimmtes Thema und geht in einen Buchladen oder stöbert auf Amazon: Du magst es zu einem tollen Preis oder Sonderpreis anbieten und mit einem gut geschriebenen Werbetext bewerben. Und trotz allem kauft es niemand. Auch dann nicht, wenn du den Lesern einen kostenlose digitale Version anbietest. Im Buchladen muss ein Kunde den Preis auf dem Buchrücken herausfinden. Online schaut der Kunde zuerst auf das Cover und dann auf den Preis. Und genau das ist der Grund, warum nicht der Preis das wichtigste Entscheidungskriterium bei Büchern ist, sondern das Buchcover!

Kannst du selbst ein Cover gestalten, das auf den ersten Blick ein Hingucker ist?

Ja, denn die wichtigsten Prinzipien zur Gestaltung des Covers können einfach umgesetzt werden.

Wichtig ist dabei nur eines: Der Kunde muss von etwas weiter weg auf den ersten Blick erkennen, worum es bei diesem Buch geht.

Ein gutes Buchcover beinhaltet drei Faktoren: Es hat ein dem Thema entsprechendes Foto oder eine Illustration, es verwendet passende Farbtöne und das wichtigste Wort lässt sich von etwas weiter weg noch gut lesen. Damit ist es ein echter Blickfänger und der Kunde greift gerne zu oder klickt rein, um mehr darüber zu erfahren.

Willst du ein Buch schreiben und dein Cover selbst erstellen, so lege ich dir diesen Blogartikel ans Herz.

5. Das Buch formatieren

Brauche ich eine spezielle Software, um mein Buch zu formatieren?

Nein, normale Textverarbeitungsprogramme reichen.

Du kannst deinen Text in Word, Open Office oder Google Dokumente packen. Der Vorteil dabei ist, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen. Wenn du dein Buch an einen Literaturagenten oder an einen Verlag schickst, kannst du dein Buch ebenfalls in diesen Programmen schreiben. In diesen Fällen solltest du dich jedoch zwingend an die Formvorgaben der Verlage und Agenten halten. Sie erhalten jeden Tag viele Manuskripte und du willst mit einem professionell gestalteten und inhaltlich guten Text überzeugen.

Du kannst deine Ebook-Dateien in kostenfreien Programmen wie calibre überprüfen, bevor du sie auf Amazon oder deine Webseite hochlädst.

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DEN BUCH-LAUNCH VORBEREITEN

Während dein Buch von einem Lektor gelesen wird oder du vom Verlag oder Literaturagenten auf Rückmeldung zu deinem Manuskript wartest, kannst du einiges dafür tun, dass dein Buch einen positiven Start hat. Du willst ein Buch schreiben, das sich stark verkauft. Klemme dich hinter die folgenden Maßnahmen, um das zu erreichen.

 

4.1 Die Werbe- und Beitexte mit Hilfe von SEO-Tools erstellen

Jedes Ebook, Taschenbuch und Hörbuch besitzt einen Werbetext, der auf Webseiten oder bei Informationen zum Autor erscheint. Ein gedrucktes Buch hat auch einen Buchrückentext und manchmal sogar einen Klappentext. Als Autor kannst du auch daran denken, dir eine Autorenseite zu erstellen. Dafür brauchst du Texte und zwar Werbetexte, die den Nerv deiner Leser treffen.

 

Eine einfache Methode dazu ist die folgende: Bevor du dich ans Schreiben setzt, erzähle anderen von deinem Buch: Worum geht es in drei Sätzen? Versteht dein Gesprächspartner das Hauptthema? Bitte ihn, eine kurze Zusammenfassung zu machen. Eventuell hörst du dann noch etwas heraus, was du nicht bedacht hast.

Außerdem hat sich die Storytelling-Methode bewährt, um gute Werbetexte für ein Buch schreiben zu können. Aber auch hier Achtung: Wenn ich mich manchmal auf Autorenseiten umsehe, wundere ich mich darüber, dass dort alle die tollsten Bücher schreiben. Den Spagat, den du hier machst, ist die Grenze zwischen faktisch und reißerisch. Sei faktisch und würze deine Texte mit SEO und Witz. Schreib deine Texte bitte nicht reißerisch.

Lies anderen Menschen die Werbetexte und deine Autorenseite vor. Wie klingen die Texte?

Eine gute Praxis, die sich bei Ebooks bewährt hat, ist die Wiederholung des Inhaltsverzeichnisses. Natürlich machst du das mit anderen Worten. Du möchtest die Leser auf den Inhalt des Buchs emotional einstimmen.

Der Werbetext, der online erscheint, sollte nicht ein und derselbe sein, der im Klappen- oder Buchrückentext erscheint. Spiele mit den Worten und schreibe ihn auf jeden Fall um!

Ich erkläre im Workbook “5 x SEO für Autoren und Selbstverleger”, wie du das genau machst.


4.2 Den Buchlaunch vorbereiten: Marketing-Maßnahmen planen

Nun geht es daran, dein Buch möglichst schnell bekannt zu machen. Dafür hast du– sofern du ohne die Hilfe eines Verlags oder eines Agenten arbeitest – die folgenden Möglichkeiten. Und selbst wenn du in ein Verlagsprogramm aufgenommen wirst, solltest du dich noch immer um das Marketing für dein Buch kümmern. Marketing ist work in progress. Nach der Veröffentlichung hört es nie auf. Du kannst dir erst einmal einen Plan für die ersten sechs Monate machen.

 

Wie kannst du ein Buch schreiben und dann bekannt machen?

Nimm dir auf jeden Fall einen halben bis einen Tag Zeit, um dir einen guten Überblick darüber zu verschaffen, was dir Vorteile bringen kann. Ein Buch, das sich mit einem bestimmten Lebensmittel beschäftigt, ist beispielsweise bei einem Online-Shop oder einem Experten, der sich damit beschäftigt, gut aufgehoben. Ein kritisches Buch zu einem bestimmten Thema kann für Konsumentenschutzorganisationen interessant sein. Bist du Psychologe, ist es unter Umständen für Selbsthilfegruppen interessant. Sei in dieser Phase eher größenwahnsinnig und denke „groß“.

Hast du einen Partner gefunden, so gilt es nun, ihn davon zu überzeugen, das Buch auf seine Seite zu stellen und zu bewerben. Überlege, welche Vorteile dein Partner hat, wenn er dein Buch anbietet. Suche seine Kontaktadresse heraus und schreibe ihn mit einem kurzen Email an, in dem du die Vorteile der Kooperation erklärst.

Kundenrezensionen vororganisieren

Dein Buch wird früher oder später online stehen. Selbst wenn du es nur offline verkaufen möchtest, werden andere Menschen es erwähnen oder besprechen. Stelle dir deswegen ein Rezensionspool von mindestens 10 Personen zusammen, die dein Buch wirklich lesen und authentische Reviews hinterlassen. „Authentisch“ ist als Kriterium deswegen so wichtig, weil sich vor Begeisterung überschlagende 5-Sterne Bewertungen kein Vertrauen schaffen. Es sollte ein guter Mix aus mehreren Reviews und glaubhaften Leserstimmen sein. Sammle diese schon einige Tage vor dem eigentlichen Launch zusammen.

 

Die Leser auf das Buch vorbereiten

Hast du schon einen bestehenden Kundenstamm oder eine Facebookgruppe, so kündige den Buchlaunch an. Auf Amazon kannst du dazu die Option der Vorveröffentlichung nutzen. Leser können dadurch Vorbestellungen vornehmen und andere im Vorhinein über das Buch informieren. Das beste Beispiel aus jüngster Zeit ist Michelle Obamas Biografie, die sie lange vor dem eigentlichen Erscheinungstermin angekündigt hatte. Gleich vom ersten Tag an rissen ihr die Leser ihr Buch quasi aus der Hand.



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DAS BUCH VERÖFFENTLICHEN

 

Dein Buch ist nun überprüft und gut für die Veröffentlichung aufgestellt. Die Veröffentlichung und Vermarktung sind work in progress. An dich selbst stellst du den Anspruch, dass du ein Buch schreiben willst, das du ständig verbesserst. Du musst dich ab dem Veröffentlichungsdatum in regelmäßigen Abständen um die Bekanntmachung und den Verkauf deines Buchs kümmern. Durch das Feedback deiner Leser und Kunden und durch die gesamten Rezensionen kannst du dein Buch verbessern und nach der ersten Auflage eine überarbeitete Version herausgeben, die deinen Lesern und Kunden einen noch größeren Nutzen bringt.

 

5.1 Ein Teaser-Buch als Selbstständiger vermarkten

Über eine Webseite und soziale Netzwerke

Schreibst du das Buch als kostenloses Ebook für deine Webseite oder deine sozialen Netzwerke, so kannst du es als Download anbieten und darauf mit geeigneten Maßnahmen aufmerksam machen:

  • Du hängst das Teaser-Buch als Link in deine Email-Signatur

  • Du verlinkst deine Seiten auf dieses Teaser-Buch

  • Du schaltest auf sozialen Netzwerken Werbung und erwähnst das Teaser-Buch

  • Du erwähnst es auf deinem gedruckten Material wie Visitenkarten, Flyern, Broschüren und anderen

Es geht darum, dass du das Buch bei jeder Gelegenheit zum Thema machst.


5.2 Ein Ebook als Selbstverleger vermarkten

Über eine Webseite und/oder Amazon

Als Selbstverleger hast du ebenfalls alle Fäden in der Hand, um dein Buch genauso zu vermarkten, wie du willst. Du kannst ein Buch schreiben, dessen Schicksal du selbst bestimmst. Je mehr du für das Marketing tust, desto mehr schaut auch erfolgsmäßig dabei heraus.

Hier kannst du bei den Marketing-Maßnahmen noch kreativer sein:

  • Du hängst das Teaser-Buch als Link in deine Email-Signatur

  • Du verlinkst deine Autorenseiten auf dieses Teaser-Buch

  • Du schaltest auf sozialen Netzwerken Werbung und erwähnst das Teaser-Buch

  • Du erwähnst es auf deinem gedruckten Material wie Visitenkarten, Flyern, Broschüren und anderen

  • Du verwendest dafür auf sozialen Netzwerken einen neuen Hastag

  • Du produzierst einen guten Buchtrailer und stellst ihn auf soziale Netzwerke und auf Amazon Author Central

  • Du organisierst online Lesungen

Und viele weitere Möglichkeiten, die dir als Selbstverleger offen stehen. Sei kreativ und arbeite einen Plan aus, der auf dein Buch in besonderer Weise aufmerksam macht.


5.3 Literaturagent: Mit Exposes und Verträgen arbeiten

Du solltest ein Buch schreiben, das ein Literaturagent ebenso gerne lesen möchte wie deine Leser. Entscheidest du dich für die Arbeit mit einem Literaturagenten, so hast du dadurch einen großen Vorteil: Er übernimmt für dich einen wichtigen Teil der Arbeit und du darfst dich entspannen. Du kannst das Buch schreiben, es abgeben und bereits mit dem nächsten starten. Literaturagenten, die auf Kommissionsbasis arbeiten, sind die besten. Sie arbeiten motiviert an deiner Seite, um aus deinem Buch das Beste zu machen und es bei einem passenden Verlag unterzubringen. Bei diesem Modell verdienen die Agenten zwischen 10 bis 20 Prozent an den Einnahmen mit. Sollte ein Agent eine fixe Summe für seine Arbeit verlangen, lass von so einem Angebot besser die Finger: Mit einem festen Betrag ist der Agent nicht vom Erfolg des Buchs abhängig, sondern nur von der Vermittlung. Er wird mit Sicherheit einen Verlag finden. Aber ob der Verlag und sein Programm dann auch zu deinem Buch passen, ist die andere Frage.

Der Literaturagent wird in den meisten Fällen keine Marketing-Arbeit für dich machen. Hier kannst wieder du kreativ sein:

  • Du erstellst dir eine Autoren- und/oder Buchseite

  • Du konfigurierst deine Amazon Author Central Autorenseite

  • Du organisierst online Lesungen

  • Auf sozialen Netzwerken erstellst du einen Buch-Hashtag und postest interessante Inhalte

  • Du produzierst einen Buchtrailer, der gleichzeitig ein Autorentrailer ist, und mehr über dein „Warum“ als über dein Buch spricht


5.4 Marketing-Maßnahmen für den Verkauf deines Buchs

Unabhängig davon, welchen Weg du einschlägst: Du möchtest dein Buch bestmöglich positionieren und verkaufen. Nimm daher Anteil am Schicksal und Werdegang deines Buchs! Mach dir zum Ziel, ein Buch schreiben zu wollen, das großartig ist und sich gut vermarkten lässt.

 

Deinen Autoren-Namen mittels Storytelling verankern

Deine Kunden und Leser interessieren sich für dich als Mensch. Sie möchten gerne wissen, wer hinter einem bestimmten Buch steht. Du kannst ein Buch schreiben und gleichzeitig überlegen, wie du dich deinen Lesern präsentieren willst. Stehen deine Bücher im Vordergrund oder dein „Warum“? Möchtest du ein Foto von dir auf die Rückseite des Buchs oder auf deine Webseite stellen? Wie möchtest du gerne von deinen Lesern wahrgenommen werden? Gib dir immer eine persönliche Note. Menschen erinnern sich an persönliche Geschichten mehr als an Fakten. Deine Story für deine Autorenbiografie sollte kurz und bündig umrissen sein: Versuche, sie in maximal 10 Sätze zu packen. In diesem Workbook zur Amazon Author Central Autorenseite zeige ich mehr zu diesem Thema.

 

Eine professionelle Webseite für dein Buch erstellen

Falls du Unternehmer bist, wirst du eine Webseite besitzen. Bist du eine Privatperson, hast du diese eventuell (noch) nicht oder möchtest eine mögliche private Seite von einer Webseite für deinen Verlag oder deine Bücher trennen. Überlege dir auf jeden Fall, wie du dein Buch und dich selbst auf einer Webseite darstellen möchten.

Falls du noch keine eigene Autorenseite hast, zeige ich dir in diesem Workbook, was du dazu brauchst.

 

Dein Buch über soziale Netzwerke vermarkten

Es gibt heutzutage viele soziale Netzwerke und das Überangebot erschlägt einen richtig. Wie kannst du es als Autor am besten für dich nutzen? Beginne damit, dich auf deine Leser zu konzentrieren: Wo sind deine potenziellen Leser und Kunden? Surfen sie wirklich gleichzeitig auf Instagram, Facebook, Twitter, Pinterest, Youtube und Snapchat nach Büchern zu deinem Thema? Sobald du weißt, welche Plattformen deine Kunden und Leser nutzen, investiere deine Zeit und Aufmerksamkeit in diese.

Auf den meisten Plattformen kannst du für dich als Autor oder nur für deine Bücher eigenen Seiten erstellen und diese bewerben. Überlege dir, wen du in den Vordergrund stellen möchten: dich selbst oder eines/mehrere deiner Bücher?

Dabei lohnt es sich, Material und einen hashtag für dich selbst und dein Buch zu haben. Mit Material sind Fotos des Buchs, Auszüge aus dem Buch, Meinungen von Lesern, Fotos von Lesungen, etc. gemeint. Ein eigener hashtag macht dich auf sozialen Netzwerken auffindbar und deine Leser werden sich wie bei einem Stichwort an dich erinnern.

 

Kooperationen mit Bloggern, Youtube-Bloggern, Podcastern, Influencern, Firmen, Organisatione oder Online-Shops für die Buchvermarktung nutzen

Kooperationen mit geeigneten Partnern lohnen sich auf jeden Fall! Dein Marketing-Plan sollte Maßnahmen beinhalten, wie andere Menschen dir dabei helfen können, dein Buch zu verbreiten. Denke immer daran, dass dein Gegenüber einen Nutzen von einer Kooperation haben möchte. Erstelle einen Elevator Pitch und erkläre in ca. 10 Sätzen, was das Produkt ist (ein Buch zum Thema…) und welchen Nutzen der Leser oder Kunde hat. Dabei stehst (leider) nicht du im Vordergrund, sondern dein Leser. Diesen Elevator Pitch kannst du deinen potenziellen Partnern nun schicken und erklären, warum gerade sie dein Buch auf ihren Blogs oder Webseiten erwähnen sollten. Würde es eine Erhöhung ihres Status bringen? Hätten sie eine Erklärung oder ein Fachbuch zu einem Produkt oder Service, das sie selbst verkaufen?

 

Dein Buch in digitaler, gedrucker und hörbarer Form veröffentlichen

Als Autor kannst dein Buch nicht nur als Ebook veröffentlichen, sondern auch in digitaler Form und sogar als Hörbuch. Es wäre jedoch nicht zielführend, alle Buchversionen gleichzeitig zu veröffentlichen. Konzentriere dich wieder auf deine Leser und überlege, welches Buchformat sie gerne hätten. Wenn du aus deinem Ebook ein gedrucktes Buch machen willst, kann ich dir mit einem Kurzratgeber helfen.

 

Vor Publikum sprechen

Eine der schönsten Herausforderungen für Autoren ist, vor einem Publikum persönlich zu präsentieren. Bei Lesungen oder Lesetouren kannst du wieder kreativ sein und dir interessante Präsentationsformate überlegen: Buchrelease-Parties in deiner Heimatstadt, Lesetouren in angemieteten Räumen, Interviews mit Journalisten, Buchmessen, Fachmessen und viele weitere mögliche Formen.

Vor Publikum zu sprechen bedeutet auch, dass du im Radio, auf Podcasts, auf youtube oder im Fernsehen öffentlich über dein Buch sprechen kannst. Die meisten Podcaster und Youtube-Blogger freuen sich, wenn sie interessante Inhalte in ihre Sendungen aufnehmen können. Such dir die für dein Thema interessanten heraus und schreib sie an. Warum sollten sie dein Buch präsentieren? Was haben ihre Zuseher oder Zuhörer davon?

 

Im Markteting-Fluss bleiben

Ein Buch schreiben zu wollen bedeutet auch, es regelmäßig zu aktualisieren. Ist dein Buch in zwei Jahren noch aktuell? Hast du es mit Hilfe der Rezensionen überarbeitet und verbessert? Wird es für andere Märkte und Sprachen interessant und solltest du dich um Übersetzungen kümmern? Solltest du auf dein erstes Buch zu diesem Thema noch ein zweites folgen lassen?

Das alles sind wichtige Fragen. Die meisten Autoren aktualisieren ihre Bücher regelmäßig. Eine zweite Auflage würde nach etwa einem Jahr relevant werden und danach solltest du deine Bücher zumindest immer einmal pro Jahr überarbeiten und aktualisieren.

Für den Leser hat das eine wichtige Signalwirkung: Er weiß, dass er kein veraltetes Buch kauft, sondern eines, das ihm die besten und aktuellsten Informationen bieten wird.

 

5.5 Buchvermarktung ist “work in progress”

Aus all diesen Überlegungen entwickelst du nun eine Marketing-Strategie, der du treu bleibst. Es bringt nichts, wenn du nur im ersten Monat Gas gibst und es dann wieder still um dich wird. Buchmarketing gleicht dem Newsroom von heute: Eine Nachricht wird erst durch ihre Erschaffer und Verbreiter wahrgenommen und wichtig. Kümmern sich ihre Erschaffer nicht mehr um die Nachricht oder geben anderen Nachrichten einen höheren Stellenwert, versinkt sie im Dunkeln.

Und nach so viel harter Arbeit möchtest du das sicherlich nicht. Erstell dir deshalb für die nächsten sechs bis zwölf Monate einen für dich realisierbaren Vermarktungs-Plan.

 

Hier ein Beispielplan für die Buchvermarktung

Buchmarketingplan für 3 Monate

Super, dein Buch hat sich nun zu einem Bestseller gemausert!

Du kannst das nächste Buch schreiben! :)

 

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In meiner Agentur texthungrig! biete ich Coachings zum Schreiben und zum Marketing von Büchern an. Falls du nach dem Lesen dieses Artikels noch weitere Fragen hast, wende dich gerne an mich.

Du erreichst mich unter:

Email: texthungrig@texthungrig.com

Instagram: https://www.instagram.com/texthungrig

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Viel Erfolg mit deinem Buch! :)

Stefanie

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